Angelika Mende, Inhaberin der Werkstatt für Unbeschaffbares, Foto: Giovanni Lo Curto

„So ist eben Berlin!“

Angelika Mende, Inhaberin der Werkstatt für Unbeschaffbares, Foto: Giovanni Lo Curto
Angelika Mende, Inhaberin der Werkstatt für Unbeschaffbares, Foto: Giovanni Lo Curto

Die Inhaberin der Werkstatt für Unbeschaffbares, Angelika Mende.

Im Schaufenster liegt ein Telefonhörer aus grauem Filz mit einer richtigen Telefonkordel. Das komplette „Gerät“, eckig, so wie die Apparate in den 1980er Jahren aussahen, mit nummernlosen grauen Filztasten und sorgfältig gearbeiteten weißen Nähten kann auf der Homepage bestaunt werden. „Sinnlos wie die Sonne!“ würde eine Bekannte von mir begeistert ausrufen. Wer braucht so was? Und wer stellt so was her?
Anders als von mir erwartet, empfängt mich keine knallbunt schräg gestylte Exzentrikerin. Angelika Mende, die Inhaberin der Werkstatt, trägt eine Mischung aus seriös und lässig, ihre Haare hat sie nach oben gesteckt. Locker und Business-Look in einem. Ihr fester Blick bezeugt nicht nur die Sicherheit, mit der sie auftritt, sondern auch, dass sie eine aufmerksame Beobachterin ist.
Frau Mende baut außergewöhnliche Dinge, wie Film- und Theaterrequisiten, Ausstellungsstücke und Ähnliches, „alle Sachen, die es nicht zu kaufen gibt, stellen wir her.“ Oder lassen diese von anderen Gewerken anfertigen. „Ein Portfolio an Sachen, die ich selbst kann oder von Leuten, die es können“, formuliert sie betriebswirtschaftlich korrekt. Netzwerken ist also auch in diesem Geschäft das A und O. Beiläufig notiert Frau Mende sofort eine interessante Adresse, die ich im Gespräch erwähne.

Ungewöhnliches aus Filz , Foto: A. Mende
Ein Telefon ganz in Filz ist das schon etwas Besonderes. / Foto: A. Mende /
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