Boxkampf in den 20er Jahren | Quelle: „Von der Neuen Welt zum Olympiastadion“ Broschüre 1936

Kampf oder Kunst?

Boxkampf im Jahre 1921 | Quelle: „Von der Neuen Welt zum Olympiastadion“ Broschüre 1936
Einer liegt am Boden, einer steht noch. Ob hier für den Frieden oder das Preisgeld gekämpft wird, kann man nicht feststellen. / Quelle: „Von der Neuen Welt zum Olympiastadion“ Broschüre 1936 /

Neustart

1919 wird in Berlin öffentliches Preisboxen legalisiert. Innerhalb der Varieté-Programme des Zirkus Busch werden Boxveranstaltungen Publikumsmagnete. Im Angesicht von tausenden Kriegsversehrten und traumatisierten Männern wird das Boxen ein Abbild des Lebenskampfes in einer aus den Fugen geratenen Welt. Otto Bigesse, war einer von acht Berliner Boxveranstaltern. Sein „Vergnügungsplatz“ lag im April 1922 an der Holtei-/Ecke Boxhagener Straße. Neben von Menschenkraft bewegten Karussells und dem Zelt eines Liliputaner-Theaters, stand in einem gelben Zelt der Boxring. Höchstens eine Mark kostete der Eintritt, allgemeinen aber 20-30 Pfennige. Auf lehnenlosen Bänken, eng aneinander gedrückt, saßen die Zuschauer: Männer in Arbeiterkluft. Stumm, mit der Zigarette im Mund, verfolgten sie die Kämpfe.

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