Keuschheitsgürtel in der Festung Hohensalzburg (Detail). Foto Marco Verch Creative Commons Attribution 2.0

Das Frauenschutznetz der Rigaer Straße

Keuschheitsgürtel in der Festung Hohensalzburg. Foto Marco Verch Creative Commons Attribution 2.0
Ein frühes Vorbild für Emilie Schäfers Innovation. Keuschheitsgürtel in der Festung Hohensalzburg. Foto Marco Verch

Ein verschließbares Schutznetz für Frauen gegen eheliche Untreue.

Bereits zum Anfang des 20. Jahrhunderts war die Rigaer Strasse ein Ort technischer Innovation. Wie man dem Deutschen Reichsanzeiger von 1903 entnehmen kann, beantragte Frau Emile Schäfer aus der Rigaer Straße 26 Patentschutz für „Ein verschließbares Schutznetz für Frauen gegen eheliche Untreue“. Emilie Schäfer war es durchaus ernst mit ihrer Erfindung – und dem Patentamt auch. Es erteilte Gebrauchsmusterschutz unter Nr. 204538.

Frau Emilie Schäfer aus der Rigaer Straße in Berlin erhielt 1903 ein Gebrauchsmuster für "Ein verschließbares Schutznetz für Frauen gegen eheliche Untreue".
Frau Emilie Schäfer aus der Rigaer Straße in Berlin erhielt 1903 ein Gebrauchsmuster für „Ein verschließbares Schutznetz für Frauen gegen eheliche Untreue“.

Im 19. Jahrhundert wurden Keuschheitsgürtel tatsächlich getragen: von Dienstmädchen, wenn sie vor allem nachts außer Haus gingen. Sie dienten zum Schutz vor Vergewaltigungen.

 

Dank an Andreas Brunner der diese verblüffende Information in der Wienbibliothek entdeckte.

 

weitersagenShare on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Share on TumblrShare on RedditShare on StumbleUponPin on PinterestDigg thisEmail this to someone

Was sagst Du dazu?

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*