Frau Emilie Schäfer aus der Rigaer Straße in Berlin erhielt 1903 ein Gebrauchsmuster für "Ein verschließbares Schutznetz für Frauen gegen eheliche Untreue".

Das Frauenschutznetz der Rigaer Straße

Ein verschließbares Schutznetz für Frauen gegen eheliche Untreue.

Bereits zum Anfang des 20. Jahrhunderts war die Rigaer Strasse ein Ort technischer Innovation. Wie man dem Deutschen Reichsanzeiger von 1903 entnehmen kann, beantragte Frau Emile Schäfer aus der Rigaer Straße 26 Patentschutz für „Ein verschließbares Schutznetz für Frauen gegen eheliche Untreue“. Emilie Schäfer war es durchaus ernst mit ihrer Erfindung – und dem Patentamt auch. Es erteilte Gebrauchsmusterschutz unter Nr. 204538.

Frau Emilie Schäfer aus der Rigaer Straße in Berlin erhielt 1903 ein Gebrauchsmuster für "Ein verschließbares Schutznetz für Frauen gegen eheliche Untreue".
Frau Emilie Schäfer aus der Rigaer Straße in Berlin erhielt 1903 ein Gebrauchsmuster für „Ein verschließbares Schutznetz für Frauen gegen eheliche Untreue“.

Im 19. Jahrhundert wurden Keuschheitsgürtel tatsächlich getragen: von Dienstmädchen, wenn sie vor allem nachts außer Haus gingen. Sie dienten zum Schutz vor Vergewaltigungen.

 

Dank an Andreas Brunner der diese verblüffende Information in der Wienbibliothek entdeckte.

 

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