Einst zwischen zwischen Lebuser- und Koppenstraße: Die Deutsche Sporthalle | Foto: FHXB-Museum

Die Deutsche Sporthalle

Einst zwischen zwischen Lebuser- und Koppenstraße: Die Deutsche Sporthalle | Foto: FHXB-Museum
Vorn klassizistisch, hinten ein Zweckbau der Moderne. Der Kirchturm der katholischen St. Pius-Kirche in der Palisadenstraße wurde, weil er so dreist über den sozialistischen Prachtbau hinweg lugte, in gekürzter Version modernisiert. / Foto: FHXB-Museum /

Eine einmalige Bau-Geschichte.

Auf der Nordseite der Karl-Marx-Allee steht zwischen Lebuser- und Koppenstraße eingerahmt von Wohnblöcken im Zuckerbäckerstil ein schlichter Plattenbau, der nicht ganz in die Optik der Allee hineinpasst. Als die Karl-Marx-Alle noch Stalin-Allee hieß, stand hier ein Gebäude, das gleich mehrfach Geschichte geschrieben hat. Um für die III. Weltfestspiele der Jugend und Studenten im Sommer 1951 einen großen Veranstaltungsraum zu schaffen, wurde für genau diese Stelle eine große Mehrzweckhalle in Auftrag gegeben. Im geteilten Deutschland waren die Weltfestspiele umstritten, zumal in der Hochzeit des Kalten Kriegs. „Ein einzigartiger Triumphzug für den Geist des friedlichen sportlichen Wettstreits der Jugend aller Nationen“ jubilierte die Ostberliner SED-Tageszeitung „Neues Deutschland“, wohingegen der Hamburger SPIEGEL hanseatisch unterkühlt bemerkte: „Neuauflage des vorjährigen FDJ-Pfingsttreffens auf wesentlich erweiterter Produktionsbasis.“

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