Schlangestehen für Lebensmittel, 1926 | Quelle: Der Arbeiterfotograf, 1926

Saatkrähen weichgekocht

Frauen in der Rüstung | Quelle: Der Arbeiterfotograf, 1926
Kaum angelernt und unter widrigsten Bedingungen mussten Frauen in der Rüstung arbeiten.           / Quelle: Der Arbeiterfotograf, 1926 /

Die Gefahr geht vom Zettel aus

Am 30. März 1917 ordnete der Minister des Innern eine „sorgsame Vorbereitung des Zusammenarbeitens zwischen Militär- und Zivilbehörden für den Fall etwa entstehender innerer Unruhen“ an. Am 10. April 1917 traf eine geheime Meldung beim kaiserlichen Oberkommando ein: „Die bevorstehende Herabsetzung der täglichen Brotmenge hat unter der hiesigen Arbeiterschaft eine große Erbitterung hervorgerufen. Unter der Metallarbeiterschaft herrscht eine starke Aufregung, die politisch ausgenutzt werden wird“.
Zur gleichen Zeit kursierte ein Zettel in den Werkstätten der Knorrbremse, der für den 12. April zu einer internen Betriebsversammlung aufrief und mahnte: „Pünktliches Erscheinen wird erwünscht. Tut eure Pflicht, dann ist der Sieg unser!“ Am Vormittag des 13. April versammelten sich neben Vertrauensleuten des Metallarbeiterarbeiterverbandes der Friedrichshainer Rüstungsbetriebe über 1500 Menschen in der Koppenstraße 28. Jetzt war es heraus: gegen die Hungerrationen sollte demonstriert werden. Auch in der Zeitung war zu lesen: „Trifft man einen Bekannten, dann flüstert er einem zu: Haben Sie schon davon gehört? Hier solls mit der Revolution losgehen!“

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