Fenster aus einem jüdischen Gebetraum | Quelle: FHXB-Museum

Ärzte ohne Recht

Wenig Erinnerung

„Im Rahmen ihrer Möglichkeiten taten Berliner Ärztevertreter während der NS-Zeit alles, um ihren jüdischen und politisch links orientierten Kollegen ein Leben in Deutschland unmöglich zu machen. Sie trugen zur Vernichtung der beruflichen Existenz von Ärzten bei, stürzten sie in wirtschaftliche Not und zwangen ihre Kollegen samt ihrer Familien in die Emigration“, sagte die Medizinhistorikerin Rebecca Schwoch, die dem Schicksal von 2000 jüdischen Berliner Kassenärzten nachforschte. Für manche Kollegen eine unangenehme Wahrheit. So warf ihr ein junger Arzt „postmortale Klugscheißerei“ vor. Der ehemalige Berliner Krankenkassenverbands-Vorsitzende Dr. Manfred Richter-Reichhelm konterte: „Solange es Ärzte in meiner Generation gibt, die solche Äußerungen von sich geben, dürfen wir nicht stillhalten. Wir müssen immer wieder den Finger in die Wunde legen.“

 

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