Linn Kaldinski vom Verein Über den Tellerrand / Foto: Giovanni Lo Curto

Kochbananen und Schnitzel

Über den Tellerrand / Foto: Giovanni Lo Curto
Eine typische Berliner Ecke lädt zu selbstgemachter Gastlichkeit ein und fordert zum Mitmachen auf.
/ Foto: Giovanni Lo Curto /

Unerwarteter Berufseinstieg

Bevor sie in diesem Bereich tätig werden konnte, stieß Linn im letzten Jahr auf die Anzeige eines Vereins, die sie neugierig machte: Betreuung von Ehrenamtlichen im Verein Über den Tellerrand. Dieser Verein hat eine beachtliche Erfolgsgeschichte hinter sich.
Die Ursachen dafür zu bekämpfen, dass Menschen aus ihren Ländern zu uns fliehen, ist Aufgabe der Politiker – und man hat nicht immer den Eindruck, dass diese sich der Verantwortung tatsächlich stellen. Wichtig ist es aber auch, die Menschen, die hier angekommen sind, nicht einfach sich selbst und den Behörden zu überlassen. Schon sehr viel länger als seit zwei Jahren fliehen Menschen aus unterschiedlichen Weltgegenden nach Deutschland. Oft sind sie nicht willkommen. Wer kann sich nicht an die Bilder von 2013 erinnern, als Flüchtlinge für Monate den Oranienplatz in Kreuzberg besetzten, weil sie auf ihre prekäre Situation in Deutschland aufmerksam machen wollten?
Studenten der Freien Universität, die neugierig auf die Besetzer waren, versuchten mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Damit dies einfacher passierte, brachten sie ein paar Kochtöpfe, mobile Kochgeräte und Lebensmittel mit. Kochen und Essen ist etwas Angenehmes, und es ist sehr kommunikativ. In der Tat, alle merkten, dass man sich schnell näher kam. Die Koch-Treffs wurden wiederholt und es entstand daraus ein Mini-Kochbuch, in dem Geflüchtete neben ihren mitgebrachten Rezepten ihre Geschichte erzählten.

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