Entspanntes Miteinander im Mauerpark , Foto: Dirk Moldt

Was machen die Nachbarn?

Entspanntes Miteinander im Mauerpark , Foto: Dirk Moldt
In den 1960er Jahren bezeichneten DDR-Sicherheitskräfte dieses Verhalten von Jugendlichen als „unkontrolliertes Herumgammeln“. / Foto: Dirk Moldt /

Prenzlauer Berg macht aus einer Baustelle eine Attraktion.

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Wenn sich ein Feldweg ohne ein richtiges Ende irgendwo in einem Feld verlor, sprach man von einem verlorenen Weg. Ein verlorener Weg verlief vom Nordosten der Stadt vom Schönhauser Tor aus und sollte nach dem Willen seiner Anwohner Mitte des 19. Jahrhunderts endlich einen richtigen Namen bekommen. 1862 war es so weit: Schwedter Straße. Diese reichte einst bis über den S-Bahn-Nordring. Fast 28 Jahre lang bildete sie den Todesstreifen zwischen Ost- und Westberlin, die sich hier in Süd und Nord gegenüberlagen. Proteste von Anwohnern und Umweltaktivisten verhinderten nach dem Mauerfall Straßenneubaupläne des Senats und schufen damit eine Berliner Attraktion, den Mauerpark.
Seit Jahren ist er im Umbau. Im Norden entstehen Wohnungen – gegen den Willen der Mauerparkfreunde, die auch dort lieber Grün gesehen hätten. Dafür konnte die Stadt einen breiten Streifen auf Weddinger Gebiet erwerben, der den Mauerpark verbreitern wird. Vor allem aber entsteht ein riesiges unterirdisches Wasserüberlaufgefäß unter dem Parkgelände, das ein ungehindertes Abfließen von ungefiltertem Wasser in die Panke und Spree verhindern soll. Diese Rohre werden 3,80 Meter Durchmesser haben und sich über eine Länge von mehreren hundert Metern durch den Parkuntergrund erstrecken. Ihre Verlegung ist fast so kompliziert wie der Bau einer U-Bahn-Strecke. Wie es heißt, werden die Bauarbeiten an der Eberswalder Straße einsetzen und sollen dort als Attraktion für Touristen und Berliner aufbereitet werden.
In diesem Sommer geht es los. Wenn Sie Zeit und Muße für einen Besuch des Mauerparks haben, dann schauen sie doch einmal nach, wie sich die Bauarbeiten gestalten.

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