Leiterein der Evangelischen Schule Berlin-Friedrichshain Sonja Klotz | Foto: Giovanni Lo Curto

„Wertevermittlung habe ich oft vermisst“

Die junge Sonja beim Fasching 1981 | Foto: privat
Manchmal ein bisschen Clown sein, das wünschen sich viele Erwachsene. Die junge Sonja beim Fasching 1981 / Foto: privat /

Auch Lehrer suchen nach dem Richtigen

Auf meine Frage, warum sie Lehrerin geworden ist, antwortet Frau Klotz prompt: „Ich wusste schon in der Grundschule, dass ich Lehrerin für Mathematik werden würde“, und fügt lachend hinzu: „Eine langweilige Biografie.“ In Frohnau aufgewachsen, hatte sie eine Lehrerin, die ihr Talent entdeckte und förderte. Schon damals half Sonja Klotz anderen Schülern in Mathematik und im Lesen. Mathe fiel ihr immer sehr leicht. Selbst wenn sie es heute noch Bekannten erzählt, erntet sie mitunter Bewunderung: „Mathe, das ist doch so kompliziert!“, gibt sie deren Meinung wieder, und fügt hinzu: „Dabei kann ich nicht singen, nicht Klavier spielen und könnte auch keine Anwältin werden.“
Nach der Schule studierte sie Mathematik auf Lehramt an der Humboldt-Universität und machte das Erste und Zweite Staatsexamen. Bis zu ihrer Bewerbung bei der neuen Schule war sie an der Evangelischen Schule in Pankow Lehrerin. Dort war sie aktiv, aber die Gestaltungsmöglichkeiten reichten ihr nicht. Als sie hörte, dass sich hier eine Schule in Gründung mit dem künstlerischen Schwerpunkt Theater befand, hat sie sich beworben. Wie grundsätzlich anders sich Sonja Klotz Arbeit in der Schule vorstellt, erläutert sie mit den Worten: „Ich will die Schule kennen, an der ich arbeite und sehen, ob wir zueinander passen.“ Als sie Lehrerin wurde, gab es so eine Art Casting-Verfahren. Für fünf Minuten hätte sie sich einer Kommission vorstellen müssen, die dann entschieden hätte, an welche Schule sie kommen würde. Das wollte sie nicht. Daher hat sie sich bei der Evangelischen Schulstiftung beworben.

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