Tieghisti Habtom, Gründerin der Internet-Reiseplattform "Glofolio" | Foto: Giovanni Lo Curto

„Es erweitert das Bewusstsein.“

Tieghisti Habtom unterwegs in Barcelona | Foto: privat
Selbst unterwegs sein ist auch für die Gründerin einer Reiseplattform etwas Schönes. Hier in Barcelona. / Foto: privat /

Was bedeutet Reisen?

„Ich denke Reisen bedeutet für jeden etwas anderes. Die einen bevorzugen die klassische Pauschalreise, um einfach nur zu entspannen. Andere suchen nach einem Abenteuer und andere wiederum nutzen das Reisen, um neue Kulturen kennenzulernen und damit ihren Horizont zu erweitern. Für mich spielt beim Reisen der kulturelle Aspekt eine wichtige Rolle. Ich bin mir sicher, dass Reisen das eigene Bewusstsein erweitern kann, wenn man sich wirklich auf das Land und die Kultur einlässt. Durch die Begegnung mit Menschen aus anderen Kulturkreisen reflektiert man auch seine eigene Lebensweise. Was man dann an Erfahrungen und Inspirationen wieder mitnimmt, ist unbezahlbar.“ So ist Reisen auch eine sehr große Investition in sich selbst. „In Deutschland ist viel sehr gut organisiert, auch das Reisen. Die Onlineplattform „Glofolio“ soll Menschen nicht nur zum Reisen motivieren, sondern ihnen dabei helfen, fernab von Pauschalreise und Co die eigene individuelle Reise zu planen.” Informationen über ein interessantes Reiseziel muss man sich meist erst mühsam im Internet zusammensuchen. Auf „Glofolio“ findet man diese Informationen gebündelt und auf einen Blick. Für Leute, die noch mehr über ein mögliches Reiseziel erfahren wollen, wird es auch einen Podcast geben, Tonaufnahmen mit Interviews über Reiseerfahrungen, die mehr in die Tiefe gehen. Aber noch ist es nicht so weit. Das Unternehmen befindet sich in der Startphase. „Den Anfang wird eine meiner besten Freundinnen machen, die aus Äthiopien stammt. Dieses Land gilt als Wiege der Menschheit, hat eine reiche und inspirierende Kultur, sowie eine weitreichende Geschichte.“
Sich selbst erklärt Tieghisti als „nicht wirklich reiseerfahren“, obwohl sie zahlreiche europäische Länder bereist hat: England, Spanien, Italien, Frankreich, Niederlande und Griechenland. Ein sechsmonatiger USA-Aufenthalt kommt dazu. Ich finde es sympathisch, dass junge Leute heutzutage den Besuch anderer europäischer Länder, die für uns seinerzeit hinter dem Eisernen Vorhang unerreichbar waren, gar nicht mehr als Reise in die Ferne ansehen. So ändern sich die Zeiten.
Ob sie auch Osteuropa bereist hat? „Nein, aber ich habe schon gehört, dass es dort auch unglaublich schön ist.“ Sie erzählt, dass ihr ein Freund über die Schönheiten der Landschaften in Polen berichtet hat. Ich schlage einen Besuch Rumäniens vor.
Hat sie einen Reisewunsch? „Ich würde gerne die Insel Sokotra bereisen. Diese liegt im nordwestlichen Indischen Ozean und gehört zur Republik Jemen. Dort herrscht eine einzigartige Fauna und Flora; urzeitliche Bäume und eine einzigartige, archaische, magische und faszinierende Tierwelt. Allerdings ist Sokotra wegen des tragischen Bürgerkrieges in Jemen momentan nicht zu empfehlen.“

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