
/ Lieblingsort, Text und Foto von Giovanni Lo Curto /
Liebe Leserinnen und Leser,
seit einiger Zeit, so fällt mir gerade auf, haben wir eine ausgeprägte Leidenschaft für Kirchen entwickelt. Das liegt wohl daran, dass Kirchen meist nicht nur schöne, sondern auch alte Gebäude sind, in und um die sich viele Geschichten ranken. Jedenfalls schicken wir Sie ständig unter den verschiedensten Vorwänden in die Friedrichshainer Gotteshäuser. So auch diesmal wieder: Wir haben die Stralauer Kirche bis in ihre Ursprünge im Mittelalter untersucht und allerlei offene Fragen entdeckt. Und wir laden Sie in die Galiläakirche ein, in der Ende November eine Preisverleihung stattfindet.
Viel ist derzeit in den Zeitungen über Lebensmittelkonzerne zu lesen. Es geht zu wie im Haifischbecken, nur die ganz großen, scheint es, haben eine Überlebenschance. Vor nicht zu langer Zeit lösten Kaufhallen und Genossenschaften die kleinen selbstständigen Lebensmittelhändler ab. Über Kaufhallen in den 60er Jahren in Friedrichshain können Sie hier einiges erfahren. Auch ein Thema rund ums Einkaufen ist das Unwesen der Plastiktüten: Im Grunde braucht sie kein Mensch, der mit einer ordentlichen Tasche einkaufen geht. Am Ende landet der Plastikmüll häufig im Meer bzw. im Fisch. Viel besser ist es, ausgediente Materialien, zum Beispiel alte Segel, Planen oder Fahrradschläuche, zu langlebigen Taschen zu verarbeiten. Und das gibt’s sogar in Friedrichshain.
Wie letztes Mal versprochen, haben wir uns wieder über die Grenzen des Bezirks hinausgewagt, den eigenen Kirchturm aber nur knapp aus den Augen verloren: In Mitte besuchten wir das Weinmeisterhaus, ein interessanter Ort für Kunst und Kultur. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen und einen sonnigen Herbst.
Im Namen der Redaktion
Anke Wagner