Verschwundene Orte: Das Frauengefängnis Barnimstraße | Foto: FHXB-Museum

Verschwundene Orte in Friedrichshain | Frauengefängnis Barnimstraße

Das verschwundene Frauengefängnis Barnimstraße.

Von

Verschwundene Orte: Das Frauengefängnis Barnimstraße | Foto: FHXB-Museum

Frauengefängnis Barnimstraße
Als ein Schuldgefängnis 1863 / 64 in der Barnimstraße 10 für Menschen errichtet, die ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkamen, wurde es 1913 zu einem Frauengefängns umgebaut und galt als das modernste Gefängnis der Stadt. Hier saßen vor allem Prostituierte ein, aber auch Klein- und Schwerkriminelle und Frauen, die abgetrieben hatten. Und hier saßen auch Politische. Eine der berühmtesten Insassinnen war Rosa Luxemburg. Auch Frauen der Widerstandsorganisation „Rote Kapelle“ wie Hilde Coppi warteten hier auf ihre Hinrichtung. Nach 1945 waren es sogenannte „Asoziale“, die keiner geregelten Arbeit nachgingen und ab 1961 Frauen, die illegal die DDR verlassen wollten. / Foto: FHXB-Museum /
Verschwundene Orte: Hier stand einst das Frauengefängnis Barnimstraße | Foto: Giovanni Lo Curto

Im Zuge der Umgestaltung des gesamten Barnimviertels wurde das Gefängnis 1974 abgerissen. Anstelle düsterer Mietskasernen entstanden neue Wohnblocks, die das historische Straßenraster fast komplett aufhoben. Auf dem Gelände befindet sich heute ein Verkehrspark und eine Gedenkstätte, die an das Gefängnis erinnert. / Foto: Giovanni Lo Curto /

_________________________________________________________________________________

Verschwundene Orte in Friedrichshain | Eine Mini-Foto-Ausstellung für alle.

Friedrichshain ändert sein Aussehen. Zahlreiche Gebäude, Stadtwinkel, ganze Straßenzüge, die einst das Stadtbild prägten, sind verschwunden, wurden neu erreichtet oder umgebaut. Auf insgesamt zwölf Tafeln stellt der Zeitzeiger solche verschwundenen Orte in Friedrichshain vor. Historische Fotografien, kombiniert mit gegenwärtigen Ansichten aus der gleichen Perspektive, führen lebhaft vor, wie sich das Antlitz der Stadt änderte. Kurze erläuternde Texte ergänzen die Darstellung. Ein kleiner, lehrreicher Ausflug in die Vergangenheit.

Die Tafeln können auch einzeln und unabhängig voneinander gezeigt werden. Sie können sich bis zu fünf Tafeln ausleihen, sie aufstellen und nach zwei Wochen mit anderen auswechseln. Ausleihe und Lieferung sind kostenlos.

Bei Interesse melden Sie sich bitte unter:
Redaktion@fhzz.de oder 0176 24151190

Weitere verschwundene Orte:

Berlin Hauptbahnhof / Ostbahnhof
Leninplatz / Platz der Vereinten Nationen
U-Bahnhof Schlesisches Tor / heute verschwunden
Büschingplatz / heute verschwunden
Strausberger Platz mit Turm der Markuskirche
Stralauer Platz mit Andreaskirche
Oberbaumbrücke
Deutsche Sporthalle / heute verschwunden
Kaufhaus Hertie, Große Frankfurter Straße / heute verschwunden
Caprivistraße / heute Danneckerstraße

Wappen Friedrichshain-Kreuzberg

Wir präsentieren in unseren nächsten Ausgaben eine Auswahl der verschwundenen Orte in Friedrichshain. Das Projekt wurde durch den Bezirkskulturfond Berlin-Friedrichshain-Kreuzberg gefördert.

 

 

 

 

Was sagst Du dazu?

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.