Am 11. Mai eröffnet im Ephraim-Palais die Sonderausstellung: „Ost-Berlin – Die halbe Hauptstadt“ | Foto: Stadtmuseum Berlin

Die Königin beim Erwachen erleben

 Am 11. Mai eröffnet im Ephraim-Palais die Sonderausstellung: „Ost-Berlin – Die halbe Hauptstadt“ | Foto: Stadtmuseum Berlin
Foto: Stadtmuseum Berlin

Die Königin beim Erwachen erleben.

Als Ost-Berliner wuchs man extrem privilegiert auf – zumindest, was die Museen anbelangt. Die Schätze des Pergamon-, des Bode- oder Naturkundemuseums konnte man schon als Kind kennenlernen: das Saurierskelett, den Pergamon-Altar oder Originalzeichnungen von George Grosz. Aber die Königin aller Ostberliner Museen war das Märkische Museum mit seinen Kammern und Winkeln, mit den schweren Holzbalkendecken, der Musikautomatensammlung, dem Guckkasten, dem merkwürdigen Roland vor der Tür oder den spektakulären historischen Stadtmodellen. Nach langen Jahren des Dornröschenschlafs scheint sich das Museum zu besinnen und an alte Erfolge anknüpfen zu wollen. Es experimentiert mit interessanten Ausstellungskonzepten, und die einzelnen Häuser sind mit ihren Präsentationen immer ein Besuch wert. Nicht nur, um sich den in Mauerzeiten einzigen Stammbesuchern, den Bürgern Osterlins, zu empfehlen, eröffnet das Museum am 11. Mai im Ephraim-Palais die Sonderausstellung: „Ost-Berlin – Die halbe Hauptstadt“. Auch für ehemalige Westberliner, wie jüngere Stadtbewohner eröffnet diese spezielle Ost-Berliner Perspektive interessante Einblicke und Erkenntnisse, zumal die leider viel zu oft pauschal und einseitig vorgebrachte Erzählung: „Diktatur und sonst nix!“ diesmal unterbleibt. Mit von der Partie sind einige Regionalmuseen der Bezirke sowohl aus dem ehemaligen Ost- wie aus dem Westteil der Stadt. Sie laden zu Veranstaltungen vor Ort in ihre Bezirke ein. Man darf gespannt sein.

www.ost.berlin

 

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