Filmklassiker im Moviemento | Foto: westberliner Zeitung „ABEND“, Oktober 1949

Schwarzer Fels gegen Kino

Filmklassiker im Moviemento | Foto: westberliner Zeitung „ABEND“, Oktober 1949
Im Moviemento waren und sind stets spannende Filme zu sehen, auch in der Realität wird gekämpft / Foto: westberliner Zeitung „ABEND“, Oktober 1949 /

Das Kino Moviemento.

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Am 26. November 2019 tönte es aus Finanzkreisen: „BlackRock will bei der Deutsche Wohnen Einfluss nehmen!“ „BlackRock“, als der größte Finanzverwalter der Welt, ist mit 10% am Immobilienkonzern „Deutsche Wohnen“, beteiligt. Diesen Einfluss spüren deren Mieter, wozu auch das Kreuzberger Kino „Moviemento“ zählt. Es besteht seit 1907 und ist das älteste Kino Deutschlands. In den fünfziger Jahren war es ein Kino für Jung und Alt aus beiden Teilen der Stadt. In den späten siebziger Jahren ein Ort für Theaterstücke wie der „Rocky Horror Picture Show“, dass hier in Live-Aufführungen zu sehen war. In den achtziger Jahren wurde ein regulärer Kinobetrieb aufgenommen. Mitte Oktober 2019 erfuhr das Team, dass die Räume verkauft werden sollen. Mitarbeiter und Freunde des Moviemento legten ihr Geld zusammen. 400.000 Euro stehen zur Verfügung. Benötigt werden 2 Millionen, um die Kino-Räume zu kaufen. Dieser Rest soll über Crowdfundig gesammelt werden. Das Team ist in Verhandlung, um den Kaufpreis zu reduzieren. Sollte dies gelingen, dann wird die Restsumme nicht nur zum Kauf der Räume verwendet, sondern auch um dort zwei weitere bereits lange geplante Kinosäle einzurichten. Die Immobilienspekulation bedroht Betriebe wie das Moviemento mit ihren Mitarbeitern und deren Familien. Für Anleger von „BlackRock“ oder der „Deutschen Wohnen“, sind kulturelle Orte bedeutungslos. Für Mitarbeiter wie Besucher sind sie ein Stück Heimat:

www.startnext.com/moviemento

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