Beate M. Köhler vom FRIEDA Frauenzentrum e.V.

„Ich biete einen individuellen Weg an.“

Ein schöner Beruf

„Man muss einen Job machen, der einem etwas gibt und der nicht nur Energie verbraucht“, sagt sie. „Es gibt mir Kraft zu erleben, wie nahe mich die Frauen an sich und ihr Leben lassen.“ Manchmal gehen sie in einem Gespräch zeitlich zurück und versuchen Verhaltensmuster der Stalker herauszufinden, die man dann mit einer Strategie durchbrechen kann. Dabei kommt es vor, dass die Emotionen hochgehen. Dann kann bei FRIEDA auch relativ schnell eine psychologische Beratung stattfinden. Immer wieder stellt sich in den Beratungsgesprächen heraus, dass die Frauen in ihren scheinbar aussichtslosen Situationen sehr viel mehr tun können, als sie zuerst glauben. „Ein gutes Gespräch kann beflügelnd sein!“ Es muss auch nicht immer um die Bewältigung von Problemen gehen. „Manche Frauen kommen einmal im Vierteljahr zu mir und erzählen einfach nur, wie es ihnen geht.“ Wer auch immer ihre Beratung in Anspruch nimmt, für alle soll gelten, was auch ihre Lebensmaxime ist: „Ich bin der Regisseur in meinem Leben.“

Gesellschaftlich geachtet?

Dass Künstler und andere frei im Kulturbereich Arbeitende zu den Geringverdienern gehören, ist nichts, worüber man sich in entscheidenden Gremien von Wirtschaft und Politik aufregen würde. Dass aber Profis wie Beate Köhler ebenso mit Zeitverträgen arbeiten, die aus Projekt- und Spendengeldern, aber auch von der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung mehr schlecht als recht bezahlt werden, kann einfach nicht hingenommen werden. Probleme und Konflikte, wie sie bei FRIEDA zur Sprache kommen und angegangen werden, sind nicht durch eine Art Freiwillige Sozial-Feuerwehr zu lösen. Um so mehr ist dem Engagement von Beate Köhler und ihren Kolleginnen zu danken.

www.frieda-frauenzentrum.de

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