Tristess aber Gemütlichkeit. Kohlenlieferung in der 1980er Jahren. Quelle: FHXB-Museum

Eine schlafende Diva

Baltenplatz (heute Bersarinplatz), Berlin-Friedrichshain Hitorische Postkarte von 1904
Verkehrsknoten Baltenplatz 1904 an der Ecke zur Thaerstraße/ Weidenweg. Links im Bild das zukünftige Warenhaus Julius Loewenberg Nachf.& Company
Historische Postkarte von 1904

Bebauung

Schon vor der Namensverleihung war der Platz besiedelt. Der Communicationsweg durchschnitt auf der Strecke zur Frankfurter Chaussee das Gelände eines Ausfluglokals, das, wie auch ein ähnliches in der Hasenheide, Neue Welt hieß, weil es bei der Gründung jottwedee – janz weit draußen – lag. Im Osten des Platzes hatte sich zwischen heutiger Petersburger Straße und Weidenweg eine sogenannte Knochenbrennerei etabliert, die Knochenleim herstellte. Von 1871 bis 1894 befand sich auf diesem Gelände die Eckertsche Landmaschinenfabrik. Der Erfinder Heinrich Ferdinand Eckert (1819–1875) entwickelte den Schwingpflug weiter und passte ihn hervorragend an die Verhältnisse des märkischen Ackerbodens an. Seine Produkte waren so gut, dass sie die englische Konkurrenz aus dem Felde schlugen – seinerzeit etwas ganz Außergewöhnliches. Übrig geblieben vom Wirken Eckerts ist die 1876 errichtete Eckertsche Villa in der Rigaer Straße 71-73, die aufgrund der ignoranten Baupolitik im Bezirk in Kürze abgerissen wird.

Was sagst Du dazu?

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert