Restaurant im Haus des Kindes | Quelle: Zeitschrift Deutsche Architektur

Problematischer Meilenstein

kindergerechte Bestuhlung | Quelle: Zeitschrift Deutsche Architektur
Für das Haus des Kindes wurde eine kindergerechte Bestuhlung entworfen, die durchaus Anleihen an Bauhaustraditionen nahm. / Quelle: Zeitschrift Deutsche Architektur /
Haus des Kindes | Quelle: Zeitschrift Deutsche Architektur
Sehr aufwendig und fantasievoll wurde das Treppenhaus gestaltet. Insbesondere das von Fritz Kühn entworfene und in seiner Werkstatt geschmiedete Geländer war ein Augenfang. / Quelle: Zeitschrift Deutsche Architektur. /

Figurenbühne

Nach seiner Eröffnung am 7. Oktober 1954, dem fünften Jahrestag der DDR, war das Haus wie das Puppentheater ein Publikumsrenner. Hans-Otto Rieck war der Leiter des Puppentheaters. 5 Akteure gehörten seinem Team an. Der Anspruch aller war: „Unsere Kinder, auch die ganz kleinen, wollen heute nicht mehr nur noch liebenswerten Unsinn auf der Bühne sehen, sondern Anregungen zum Mitdenken und Überlegen erhalten. Wir erziehen und bilden wie die Schule, nur mit anderen Mitteln und mit dem Unterschied, dass sich der hohe erzieherische Einfluss des Puppentheaters als erstes Theatererlebnis der Kleinsten erst nach Jahren auszahlt“. In den Wintermonaten wurden acht Puppenspiele und zehn Filme aufgeführt. Vom 7. Oktober 1954 bis zum 10. Januar 1957 besuchten 140.000 Kinder die Puppenbühne. Allein im August 1963 kamen wöchentlich 1.000 Kinder zu den Aufführungen. Sie sahen Stücke wie die „Lustigen Bärenkinder“, oder „Das ausgerissene Teufelchen“. Inge Borde schrieb für diese Bühne das Stück vom „Schlauen Kobold“. Otto Riecks Inszenierung vom „Kleinen Muck“ erregte Kritiker. Das Stück würde „zu deutliche satirische Züge aufweisen und das Zauberhafte und Fantastische ins Hintertreffen drängen“ hieß es. Die Kinder jedoch fanden ihre Sorgen und Freuden auf der Bühne dargestellt und kommentierten alles mit Zwischenrufen.

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