Der Boogie-Club in der Berliner Nürnberger Straßein den frühen 1950er Jahre. Quelle:Propagandazeitschrift der FDFJ

Hell und Dunkel

Musiker im Boogie-Club | Quelle: Private Sammlung
Flotte Melodien waren im Boogie-Club zu hören, für SED-Funktionäre klangen sie sehr verdächtig. / Quelle: Private Sammlung /

Noch mehr Freunde

Im Berlin dieser Zeit waren Vertreter von 80 Geheimdiensten aktiv, viele als Mehrfachagenten. Zu diesen staatlichen „Diensten“ kamen 50 von staatlichen oder privaten Geldgebern finanzierte teils obskure Organisationen. Manche leisteten wie der „Untersuchungsausschuss freiheitlicher Juristen“ Hilfe für von der SED-Justiz verfolgte Menschen. Andere, wie der „BdJ“ oder die „Kampfgruppe gegen die Unmenschlichkeit“ – KgU – hatten nur das Ziel, die DDR zu destabilisieren. Auf das Konto der KgU, zeitweise in Zusammenarbeit mit dem „BdJ“, gingen törichte und Menschen gefährdende Sabotageakte gegen Einrichtungen der DDR. Ähnlich wie die „Barnim- Clique“, wurden junge Menschen, die im oft nur nach einem Ausweg aus einem tristen Leben suchten, zu dilettantischen Obstruktionsaktionen verleitet. Wer dabei erwischt wurde, hatte mit brutalen Gerichtsurteilen zu rechnen oder gar mit dem Todesurteil. Wegen mitunter vermeintlicher „Sabotage“ wurden in den fünfziger Jahren in der DDR über 100 Menschen hingerichtet. Allein 13 von der KgU.

Die "Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit" rief seit Juli 1949 mit dem Buchstaben F für „Freiheit“ zu Aktionen gegen das SED-Regime auf | Quelle: BARCH; Z Sg. 1-64/26
Die „Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit“ rief seit Juli 1949 mit dem Buchstaben F für „Freiheit“ zu Aktionen gegen das SED-Regime auf. / Quelle: BARCH; Z Sg. 1-64/26 /

 

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