Fräulein Beckers Lieblingsapotheke | Foto: Foto: Anne Winkler



Erkenne sie! – Die Leuchtspur des Geschicks!

Fräulein Beckers Lieblingsapotheke in der Karl-Marx-Allee 101, Berlin-Friedrichshain | Foto: Anne Winkler
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„Sie wollen bestimmt zu Frau Becker!“

Mit der Option, einmal die Apotheke ihrer Tante zu übernehmen, bewarb sie sich schließlich für ein Pharmaziestudium und wurde tatsächlich mit dem Zeugnis des vorhergegangenen Lehrerstudiums zugelassen. „In meinen Augen ist das Pharmaziestudium eines der schwersten überhaupt. Besonders an der Freien Universität. Zum Start waren wir ungefähr 110 Studenten, davon waren zum Schluss noch sieben übrig!“ Immer wieder wird unser Gespräch von Kunden unterbrochen, die hereinkommen und bedient werden möchten. Eine ältere Dame betritt das Geschäft und bekommt von Frau Rüsch, pharmazeutischkaufmännische Angestellte und Dr.-Hauschka-Kosmetikerin, ein Wartebonbon über reicht. „Ich will aber auch noch zu Ihnen!“ meldet sich die Kundin schon mal sicherheitshalber bei der Chefin an. Hier kommt man nicht einfach nur her, um sich Medikamente zu besorgen, hier wird miteinander geredet. Im Jahr 2000 hatte Margrit Becker ihr Studium abgeschlossen. Das Praktikum absolvierte sie in Rangsdorf. Ihre erste Arbeitsstelle als ‚fertige‘ approbierte Apothekerin trat sie in der Bahnhof-Apotheke Friedrichshain an. „Es war eine unglaublich schöne Zeit! Ich konnte tun und lassen, was ich wollte und brauchte mich einfach nur um die Bedürfnisse der Menschen zu kümmern – nicht um’s Einkaufen oder Wegräumen. Nur die Hilfesuchenden und ich!“ Irgendwann hatte der Chef dann die Nase vom ‚Wir möchten aber lieber zu Frau Becker!‘ voll und entließ sie. „Ich hätte diese Apotheke niemals verlassen, wenn ich nicht hätte gehen müssen. Ich hatte alles, was ich wollte!“ Nun gab es zwei Möglichkeiten: entweder Vertretungsapothekerin werden oder eine eigene Apotheke eröffnen.

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