Die Gubener Straße in Berlin, Foto: Detlef Krenz

Eine Schule, drei Morde und eine Kaufhalle an der Protokollstrecke

Die Gubener Straße in Berlin, Foto: Detlef Krenz
Düstere Geschichten birgt die Gubener Straße, sonnenbeschienen wirkt sie harmlos.
/ Foto: Detlef Krenz /

Allerlei aus der Gubener Straße.

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Ob dreier Morde sollte einem ein kalter Schauer den Rücken herunterlaufen, wenn man die Gubener Straße passiert. Doch der Reihe nach. Ihren Namen trägt die Gubener Straße seit dem 26. März 1874, als „des Kaisers und Königs Majestät der im 44. Polizeirevier gelegenen Straße No. 6, dem sogenannten Wiesenweg, (…) den Namen Gubenerstraße Allergnädigst beizulegen geruht“ haben.
Die Gubener jener Jahre war im Besitz von Privatiers, Kaufleuten und Fabrikanten, die außerhalb des Bezirks wohnten. Am 30. Mai 1884 beschloss der Magistrat, der Firma Alexander Elster für 650.000 Mark ein Grundstück an der Frankfurter Allee Nr. 115 Ecke Gubener Straße 7a/7b aufzukaufen. Ziel: Bau einer Doppelschule, vier Geschosse, eine Turnhalle, dazu ein Lehrerwohngebäude. Dieser Plan wurde bis zum 8. November 1886 ausgeführt. Die Gubener erhielt am 14. Januar 1890 eine neue Nummerierung. Jetzt lag die 119/136.  Gemeindeschule an der Hausnummer 51/52. Hier wurde im März 1898 der Kochunterricht für Mädchen eingeführt und das Schulgelände nicht nur um ein Kochschulgebäude erweitert sondern auch zur „V. Fortbildungsschule für Mädchen“. Heute bedeckt das „Gewerbezentrum Comeniushof“ die ehemalige Fläche.

Hübsche Durchfahrt an der Gubener Straße in herbstlichem Licht, Foto: Detlef Krenz
Hübsche Durchfahrt an der Gubener Straße in herbstlichem Licht.
/ Foto: Detlef Krenz /

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