Kann so bleiben: Stralauer Idylle. Foto Silvio Weiss

Nimm eine fremde Hand und geh ins Unbekannte

Ein Ort der Entspannung

Es wurde nicht nur gearbeitet, sondern auch gefeiert. Stralau galt als Ausflugsgebiet mit vielen Gartenlokalen, die sich über die Gäste des „Stralauer Fischzuges“ freuten, der sich jeweils zeitgenössisch kommerziell oder ideologisch aufgeladen durch die engen Straßen bewegte.
In den Werften am Ufer der Spree ließ die frühe Stern- und Kreisschifffahrt ihre ersten Ausflugsdampfer bauen und viel viel später ankerten hier Transportschiffe, die Mehl oder Briketts brachten, mitunter verbarg sich ein DDR-Bürger hinter doppelten Schiffswänden, um der sozialistischen Republik zu entkommen.

Rund um die Kirche wirkt Stralau immer noch dörflich. / Foto: Silvio Weiß /
Rund um die Kirche wirkt Stralau immer noch dörflich.
/ Foto: Silvio Weiß /

Die Dorfkirche – ein bauliches Kleinod

In der Stralauer Dorfkirche versammelten sich während der Teilung Berlins Gläubige und Trauernde, um ihrer verstorbenen Angehörigen in Westberlin zu gedenken. Das Gotteshaus, eines der ältesten in Berlin, gibt seit dem 15. Jahrhundert unzähligen Menschen die Möglichkeit zur Ruhe und Einkehr.
Seit 1989 suchen viele Menschen so etwas wie Ruhe und Einkehr in Stralau, dies ist seitdem zum Vermarktungs­argument für große und hochpreisige Wohnprojekte geworden. Überbaut, entkernt und transformiert ist heute von der langen und abwechslungsreichen Vergangenheit der Halbinsel fast nichts mehr zu finden.

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