Betonmischer in de Lichtenberger Straße | Quelle: Bundesarchiv Bild 183-15317-0001

Dynamik

Betonmischer in de Lichtenberger Straße | Quelle: Bundesarchiv Bild 183-15317-0001
Mithilfe moderner Technik kam der Aufbau voran. / Quelle: Bundesarchiv Bild 183-15317-0001 /

Geradeaus

1957 waren die Grundzüge der „Ostmagistrale“ erkennbar. Von der Holzmarktstraße ausgehend, war die Umgebung der Markusstraße abgeräumt und der Verlauf der Markusstraße wurde in Richtung der neuen Lichtenberger Straße geändert. Zwar war noch die Weberstraße rudimentär vorhanden, denn ganz konnte man auf die hiesigen Betriebe nicht verzichten. Jedoch, zwischen 1962 und 1963 fielen auch diese Gebäude der Abrissbirne zum Opfer. Am 17. Dezember 1969 war es so weit: Als autoverkehrsgerechte Schnellverbindung erstreckte sich die Lichtenberger Straße von der Holzmarktstraße bis zum noch im Bau befindlichen künftigen „Leninplatz“ (heute Platz der Vereinten Nationen). Mit dem Ziel, ein Stadtautobahnnetz aufzubauen, waren in Westberlin ebenfalls verwinkelte Straßen begradigt und Dauergartenkolonien, in denen Ausgebombte bis in die frühen 1960er wohnten, abgeräumt worden. Diese Planungen gingen auf Entwürfe aus den NS-Jahren zurück. In den Konzeptunterlagen der frühen 1950er Jahre, sofern sie die Stadtautobahn betrafen, war wie zu NS-Zeiten viel von der „Schönheit der Straße“ die Rede und der Vision, den lokalen Straßenverkehr über die Stadtautobahnen zu entlasten. Ähnliches sah die Magistralenplanung für Friedrichshain vor. Nur sollten diese Trassen auch ebenerdige Aufmarschplätze sein und nicht auf Stelzen, Tunneln oder in Trögen verlaufen.

 

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