Die Redaktion erzählt Geschichten: Bersarinplatz, Berlin-Friedrichshain | Foto: Jochen Haupt |

Die Redaktion erzählt Geschichten

Die Redaktion erzählt Geschichten: Bersarinplatz, Berlin-Friedrichshain | Foto: Jochen Haupt |
Erinnern Sie sich? Die Grünfläche Bersarinplatz, Ecke Rigaer Straße, mit ein paar kümmerlichen Sträuchern, Pappeln vor den Giebelwänden und einem schäbigen, mit Bänken versehenen Sandweg quer über die abgelatsche Wiese war bis zu seiner Bebauung ein Schwulentreff. 1985 kamen Planierraupen und Bagger. Das Erdreich war von Backsteinen der kriegszerstörten Häuser durchsetzt. Bald lag das Fundament des alten Eckhauses frei. Geborgen hatten die Bauarbeiter auch die Reste einer im Krieg verschütteten Registrierkasse und sie wie ein Memento Mori auf das Gehwegpflaster abgestellt. Die meisten Passanten hasteten vorbei, nur wenige nahmen Notiz von dem Schrottgerät. Zu ihnen gehörte der Fotograf Jochen Haupt. Er bringt uns mit seinem Foto die Szene noch einmal vor Augen. / Foto: Jochen Haupt /

Liebe Leserinnen und Leser,

wir freuen uns jedes Mal, Ihnen einen neuen Zeitzeiger präsentieren zu können. Bitte nehmen Sie es uns nicht übel, dass manche Hefte später als gewohnt ausgeliefert wurden. Wir sind ein ehrenamtlich arbeitendes Team, das sich mitunter mit sehr profanen Gegebenheiten wie zu spät ankommende Texte oder Bilder herumplagen muss. Ab diesen Monat finden Sie die Adressen, zu denen wir den Zeitzeiger liefern, auf unserer Homepage. Und melden Sie sich bitte, wenn Sie ihn vermissen. Wir versuchen nachzuliefern.

Kennen Sie den Frontstadt-Kabarett-Song aus der heißesten Phase des Kalten Kriegs?

„Hija, hija, hija hooo.
Käse jibt et im HO.
Lange Schlangen musste steh’n,
aber Keese, Keese kriegste keen!”

Einer unserer Beiträge widmet sich den Geschäften der Handelsorganisation in der Zeit vor dem Mauerbau. Ein weiterer Artikel beschreibt die Geschichte der längst verschwundenen Brommybrücke. Es wäre schön, über eine zweite direkte Verbindung zwischen den Stadtteilen Friedrichshain und Kreuzberg zu verfügen. Aber wann und ob sie gebaut wird, steht dahin. Ebenso dahin steht der Erfolg der Emanzipation der Geschlechter in der Gesellschaft und besonders im Musikgeschäft auch wenn der 8. Mai jetzt offizieller Feiertag ist.
Eine Friedrichshainer Initiative von Frauen versucht, mit einem Musik-Festival auf die zu schwache Präsenz von Frauen im Musikgeschäft aufmerksam zu machen. Wenn Sie Interesse haben, dann machen Sie mit – alle sind willkommen.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß mit unserem neuen Heft und freuen uns auf Ihre Anregungen und Ihre Kritik.

Im Namen der Redaktion

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