Pferderennen .| Quelle: Peter Heinz Junge, Bundesarchiv, Wiki Commons

Schaumgold im Rheingold

 Max Klante | Quelle: Zeitungsfoto 1920
Elegant, mit gewissen Überredungskünsten, aber ohne höheres Wissen ausgestattet, Max Klante 1920. / Quelle: Zeitungsfoto 1920 /

Von Klein nach Groß

Max Klante wurde am 25. Mai 1883 in Grünberg (Zielona Gora) geboren. Als Elfjähriger verdingte er sich in der Bürstenbinderei seines Onkels. Die Fabrik ging pleite, Klante lief nachts durch Kneipen und Cafés und erkrankte an Tuberkulose. Ohne Ausbildung eröffnete er in Berlin ein Fotostudio. Das wurde von der Gewerbepolizei geschlossen, doch aus dem Verkauf seiner 6.000 Mark teuren Ausrüstung gewann er das Startkapital für seine Karriere. Ständig ist er auf den 4 Berliner Pferde-Rennplätzen präsent. Dank seiner Kontakte verfügt er über ein reiches Insiderwissen, das er gegen Provision an unbedarfte Besucher weiter gibt. Als „Tipster“, verdient er mehr als je zuvor. Vor seiner Tippsterzeit, als er 1919 nach Berlin kam, lag seine Jahressteuerschuld bei gerade mal einer Mark. Hoppegarten, wo er sich meistens aufhält, ist das Zentrum des deutschen Galoppsports. Ein eigenes Rennpferd kann er sich von Provisionen und Wettgewinnen leisten. Daraufhin gründet er im Dezember 1920 mit einem Kompagnon und einer Einlage von 450.000 Mark die „Max Klante und Co. GmbH“. Im Briefkopf zum „Klante-Konzern“ verkürzt, ist die „inländische Pferdezucht“ sein offizielles Geschäft.

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