„Grüne Grachten“ auf Stralau
Wegen der Nähe zum Ostkreuz schien Stralau als Standort für das Olympische Dorf geeignet. Der Architekt Herman Hertzberger wollte es als ein Raster „Grüner Grachten“ über die Halbinsel bis auf den See spannen. Die Hälfte der Halbinselfläche lag im Eigentum des Landes, des Bundes oder der Treuhand. Aber auf der Halbinsel befand sich eine Industriebrache, Böden und See waren schwer kontaminiert.

Um diese Probleme zu lösen, gründeten am 18. Februar 1992 Investoren der Concordia Bau und Boden AG, der VEBA AG, der Landesbank Berlin neben Behördenvertretern die „Entwicklungsgesellschaft Rummelsburger Bucht“. Monate später war „Olympia“ für die Planer Geschichte. 1.000 Anwesende schauten am 23. September 1993 auf eine Videowand an der Oberbaumbrücke, als um 20.15 Uhr verkündet wurde: „The Winner is Sidney!“