Filmplakat "Der Richter bin ich" | Quelle: Filmplakatwerbung 50er Jahre

Grenzbereich Kino

Filmplakat "Der Richter bin ich" | Quelle: Filmplakatwerbung 50er Jahre
Blonde Frauen! eine Gefahr für die harte Männerwelt
/ Quelle: Filmplakatwerbung 50er Jahre /

Gute Bühnen

Der Steuervorteil der Grenzkinos wurde im Zuge eines „Gesamtberliner Kulturplanes“, am 1. Januar 1957 abgeschafft und durch eine „1:1 Regelung“ ersetzt. Im gleichen Jahr hieß es in einer Studie zum Thema „Ost-Filmbesucher“: „Die 1.7 Mio. Ostbewohner stellen eine erfreuliche wirtschaftliche Reserve für den Westen dar.“ Nach dem Vorzeigen der Abschnitte von Lebensmittelkarten oder dem Personalausweis, durften nun die „Ost“- Besucher ihren Eintritt „wie in West“ bezahlen. Die Wechselkursdifferenz wurde aus Bundesmitteln ergänzt. Infolge der 1:1 Regelung stieg die Zahl der Kinobesucher aus Friedrichshain weiter an. Und sie nutzten die Gelegenheit, um am Kottbusser Damm kleine Einkäufe zu erledigen, für die Kreuzberger Geschäftsleute ein wesentlicher Input. Direkt am Kottbusser Tor war mit dem „BBB“, der „Berliner Bunten Bühne“, eines der modernsten Westberliner Kinos angesiedelt. Es hatte Cinemascope- Vorführeinrichtungen, eine sehr gute Tonanlage, verfügte über eine komfortable Inneneinrichtung, und vor allem über eine „Wasserorgel“. Ein Bühnenspektakel aus Licht, Ton und Farben, das Besucher reihenweise anlockte. Stets waren im „BBB“ die neuesten Hollywoodfilme zu sehen. Mit dem Mauerbau am 13. August 1961 endete diese Phase der Berliner Kinogeschichte. Als erstes schlossen die Grenzkinos. Als letztes 1973 die „Filmbühne Naunynstraße“ und vom Fernsehen sowie dem Video „gekillt“, „starb“ das „BBB“ 1980.

"Der Vampir" | Quelle: Zeitungswerbung 50er Jahre
B-Movies waren Kassenrenner der kleinen Kinos. / Quelle: Zeitungswerbung 50er Jahre /

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