Grenzübergang Oberbaumbrücke 1983: Regelmäßig wurde die Grenze per Helikopter überwacht. / Quelle: BStU MFS HA II/Fo/832/Bild 9 /

Oberbaumtransfer

Oberbaumbrücke Grenzübergang Westseite 1983, Ansicht der „modernen“ Grenze von der Westseite / Quelle: BStU MfS
Oberbaumbrücke Grenzübergang Westseite 1983, Ansicht der
„modernen“ Grenze von der Westseite / Quelle: BStU MfS

Karrieretransfer

Bohnenkaffee und Zigaretten waren teuer im Westberlin jener Zeiten. Zigaretten, wie die Sorte „Stella“, waren ab 1945 zum „Zahlungsmittel“ aufgestiegen, egal, ob es um Lebensmittel oder Wertgegenstände ging. Von 1946 an beteiligte sich das sowjetische Handelsministerium an diesen Geschäften. So belieferte die „Rasno Export Gesellschaft“ Rohkaffee und Kisten, jede mit 60.000 „Stellas“ gefüllt, an die „Engros Bapnik“ in der Eldenaer Str. 36. Geschäftsführer war Herschel Liebermann. Er kümmerte sich um illegale Transporte von Tabak, Kaffee und Rohalkohol über die Oberbaumbrücke nach Kreuzberg. Er unterhielt u.a. ein Zwischenlager für 10 Millionen Zigaretten in der Gneisenaustraße 118 und ein Lager über 10 Tonnen Kaffee in der Simon-Dach-Straße 41. Die erste Anlaufadresse für Kuriere war die Kneipe „Braustübl“ am Schlesischen Tor. 1950 kam Liebermann zum MfS und wurde 1958 Geschäftsführer der Exportfirma C. F. Gerlach, in der Alexander Schalck-Golodkowski seine Ausbildung begann.

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