Oliver Drudowsky von der Friedrichshainer Feuerwache | Foto: Foto: Giovanni Lo Curto

„Man weiß nie, was einen erwartet.“

Feuerwehrwagen bei der Friedrichshainer Feuerwache | Foto: Giovanni Lo Curto
/ Foto: Giovanni Lo Curto /

Gibt es ein typisches Berufsbild der Feuerwehr? Herr Drudowsky denkt nach. „Man weiß nie, was einen erwartet. Es kann sich eine Havarie ereignen, ein schwerer Unfall, man wird zu einer reglosen Person gerufen oder es sitzt eine Katze auf dem Dach.“ Der Rettungsdienst muss am meisten ausrücken. Im Schnitt werden mit dem Rettungstransportwagen in 12 Stunden 12 Einsätze gefahren, mit dem Lösch- und Hilfeleistungsfahrzeug sieben Einsätze. „Innerhalb von einer Minute nach Alarmbeginn müssen die Kollegen im Einsatzwagen sitzen. In acht Minuten muss ein Rettungswagen vor Ort sein, ein Feuerwehrwagen innerhalb von 15 Minuten.“ Etwa dreimal in der Woche brennt es im „Ausrückebereich“. Und tatsächlich sind es immer noch die „Klassiker“: unbeaufsichtigtes Feuer oder Rauchen im Bett. Weniger als in den 1990er Jahren sind gelegte Brände, mit denen sich Hauseigentümer eine kriminelle „warme“ Sanierung versprechen. Im April brannte eine alte, unter Denkmalschutz stehende Industriehalle des ehemaligen Schlachthofes an vier Stellen gleichzeitig. Die Polizei ermittelt.
Manche Bezeichnungen bei der Feuerwehr stammen noch aus einer Zeit, in der militärische Begriffe Mode waren. Feuer zum Beispiel wird angegriffen. Es gibt einen Angriffstrupp, der von einem erfahrenen Angriffstruppführer geleitet wird, einen Wassertrupp, der sich um die Zuleitung des Wassers bemüht, und Maschinisten.

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