Elite mit Fehlern – das Andreasgymnasium im Jahre 1936 | Quelle: privat

Elite mit Fehlern

Elite mit Fehlern – das Andreasgymnasium im Jahre 1936 | Quelle: privat
Das Andreasgymnasium, 1936: Die kalt abweisende Fassade sollte die Schüler auf ein strenges Bildungsregime einschwören. / Quelle: privat /

Das Andreasgymnasium.

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Gustav Markwald verlangte 150.000 Mark für einige Häuser zwischen zwei schmalen Straßen. Dem Stadtverordneten Rasmlau waren diese 4.420 Quadratmeter zu teuer. Nur, der kleinen 34. Gemeindeschule in der Langestraße 76 fehlte eine Turnhalle. Dagegen war auf den Grundstücken Andreasstraße 16a und Koppenstraße 75a Raum für ein Doppelschulgebäude mit Turnhalle. Am 8. April 1880 erging der Baubeschluss. Für Mädchen sollte der Eingang zur neuen Schule von der Andreasstraße zugänglich sein und für Jungen von der Koppenstraße. 16 Klassenzimmer jeweils für Mädchen und Jungen waren in der Planung, plus einem Raum zum Waschen und einer „Plättstube“ für die Mädchen. Sie durften im Hause aufs Klo gehen, die Jungen in ein „besonderes Gebäude“ auf dem Hof. Im Februar 1881 lagen die Baukosten bei 338.200 Mark. Eine geplante Eingliederung des Standesamtes war damit vom Tisch. Das damalige Standesamt lag in der Krautstraße „dicht neben“ einem Sargmagazin und allerlei „Lokalitäten unwürdig bis zur Grenze des Möglichen“. Am 24. Oktober 1882 wurde die „125. Gemeindeschule Andreasstraße 16a“ eingeweiht und zur „vierten höheren Bürgerschule“ am 14. August 1887 erweitert.

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