Der Uhrmachermeister Bernd Siebert im Friedrichshain, Berlin. Foto: Giovanni Lo Curto.

Der Uhrmachermeister Bernd Siebert

Der Uhrmachermeister Bernd Siebert im Friedrichshain, Berlin. Foto: Giovanni Lo Curto.
Wer den Laden in der Gubener Straße 5 betritt, fühlt sich in eine vergangene Zeit zurückversetzt. / Foto: Giovanni Lo Curto /

Ein Hauch früherer Zeiten

Wer den Laden in der Gubener Straße 5 betritt, fühlt sich in eine vergangene Zeit zurückversetzt. Allerdings ist es anders, als man sich ein altes Uhrmachergeschäft vorstellt. Das Mobiliar ist aus den 1970er Jahren, in der die Uhrmacherkunst als fast alltägliche Dienstleistung eine letzte große Blüte erlebte: praktisches kantiges Design in hellem Holzfurnier, neonbeleuchtete Glasschränke und quadratische Schiebekästen, die hunderte von Kundentüten fassen konnten – und gefasst haben. Eine Armbanduhr galt damals nicht nur als Gebrauchsgegenstand, sondern vor allem als Wertstück und wurde, wenn sie nicht mehr lief, repariert. „Die Schübe sind Spezialanfertigungen, die man nicht miteinander vertauschen darf,“ erklärt Meister Siebert. „Die sind zwar in Serie produziert, aber jedes Schubfach wurde für sich angepasst.“ Hinter der Verkaufstheke stapeln sich Kästen, in denen Pendel- und Buffetuhren auf ihre Reparatur oder auf ihre Besitzer warten. Bevor wir miteinander sprechen können, muss er noch ein paar Kunden bedienen, die kurz vor Feierabend den Laden betreten.

Ein Gedanke zu „Der Uhrmachermeister Bernd Siebert“

  1. Bin zufälliger Weise auf der Suche nach vorweihnachtlichen Bildern
    & stoße nun auf meinen sehr netten Lehrmeister.
    Damals 1981/ 82 muß es gewesen sein war ich in der Annahmestelle -Vogtstrasse die zum Berliner Uhrenservice gehörte. (es gab später bis zu 24 Annahmestellen). Für mich war dies etwas besonders unter Bernd Siebert zu arbeiten, denn wir sind zwei sehr starke Charaktere die des öfteren Ihren Willen durchsetzen wollten. Mit Bernd Kurze waren wir ein Dreiergespann
    das sich in der recht großen Filialen gegen die restlichen Damen durchzusetzen wußten.
    Dort zu arbeiten war etwas besonders und habe mich seinerzeit bei
    Bernd Siebert dafür bedankt, denn für mein weiteres Leben war der Start dort sehr hilfreich.
    Danke.
    Alles Gute weiterhin wünscht Ronald Berg 10.11.2016

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