Ehemaliges Sport- und Erholungszentrum in der Landsberger Allee | Postkarte um 1985

Ortsteil auf dem Trockenen

Ehemaliges Sport- und Erholungszentrum in der Landsberger Allee | Postkarte um 1985
Wohl einmalig in der DDR: Drinnen und draußen schwimmen im Sport- und Erholungszentrum an der Landsberger Allee (damals Leninallee). Heute ist leider alles trocken. / Postkarte um 1985 /

Das wohl einzige Spaßbad in der DDR

1981, pünktlich zum X. Parteitag der SED, spendierte die Partei- und Staatsführung den DDR-Hauptstädtern mit dem Sport- und Erholungszentrum in der damaligen Leninallee (heute Landsberger Allee) ein Bade- und Freizeitort der Superlative. Es war ein Solitär, kein Bau von der Stange und daher schon äußerlich ein Hingucker. Und es war fast immer gut besucht, die Bohlingbahnen waren auf Monate ausgebucht. Wer nach Berlin kam, musste es besuchen. Lange Schlangen vor dem Eingang gehörten zum gewohnten Anblick. Auch dieses Bad erwies sich nach 25 Jahren Dauernutzung als sanierungsbedürftig, Grund für den Senat, es 2002 zu schließen. Der neue Eigentümer hielt sich nicht an die Auflagen, das Bad wieder zu eröffnen, der Senat wiederum als nicht fähig, dies gerichtlich durchzusetzen. Das Gebäude wird als Sporthalle ohne Bad betrieben. Im Falle des Zugriffs auf die Immobilie plant der Senat, das Bad abzureißen und die Fläche mit Wohnungen zu bebauen. Der Ortsteil Friedrichshain verfügt über kein Schwimmbad mehr. Schade.

 

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