
Die Weberstraße.
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Die Linienstraße führte einst durch eine Gartenstadt. Zier- und Gemüsegärtner entwickelten hier Anbaumethoden, um Blumenkohl, Spargel, Chicorée, Artischocken und vieles mehr anzupflanzen. Um die Gärtner mit Bodenbearbeitungsgeräten zu beliefern, eröffnete der Landmaschinenbauer Gericke an der Linienstraße 34 eine große Schmiedwerkstadt. Als er am 28. Februar 1820 einen Bauantrag zur Erweiterung seiner Werkstatt stellte, war nicht mehr von der Linienstraße, sondern von der Weberstraße die Rede: „Da die Straße von einer sehr großen Zahl von Webern, Strumpfwirkern und mit der Weberei beschäftigten Gewerbetreibenden bewohnt ist“, schrieb der Chronist Fidicin am 7. Januar 1821.