Auszeichnungen für Trapo-Angehörige /| Quelle: Bundesarchiv Bild 183-85607-0002 Krisch, Werner, CC-BY-SA-3.0, via Wikimedia Commons

Blickpunkt Bahnhof

Auszeichnungen für Trapo-Angehörige /| Quelle: Bundesarchiv Bild 183-85607-0002 Krisch, Werner, CC-BY-SA-3.0, via Wikimedia Commons
Trapo-Angehörige „sicherten“ im August 1961 den Mauerbau ab und erhielten Auszeichnungen. / Quelle: Bundesarchiv Bild 183-85607-0002 / Krisch, Werner / CC-BY-SA-3.0, via Wikimedia Commons /

Sicht auf den Ostbahnhof.

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„Alle umliegenden Straßenzüge sind abgesperrt, Anwesende haben sämtliche Anordnungen reibungslos und schnell zu befolgen!“, schallte es am 22. Oktober 1945 vom Lautsprecherwagen der Polizei. 120 Schutzpolizisten, 50 Kripobeamte und 40 Militärpolizisten schwärmten rund um den Schlesischen Bahnhof, der ab 1950 Ostbahnhof heißen sollte, aus. Wer dem Aufruf nicht folgte, wurde sofort vom Gewerbeaußendienst registriert und von Mitarbeitern des Arbeitsamtes zu gefährlichen Arbeiten wie z.B. dem Uranbergbau verpflichtet, zu dem sich Betroffene ab 1946 melden durften. Allein im August 1947 wurden 2.450 Personen am Schlesischen Bahnhof überprüft und 8 Restaurants geschlossen. Täglich gingen vier Zivilbeamte auf Streife, im Dezember 1947 beispielsweise wurden zehn Pfund Butter, zwei Pfund Speck, 19 Eier und 450 amerikanische Zigaretten vom Schwarzmarkt eingezogen. Seit Juli 1946 war die Deutsche Verwaltung des Innern (DVdI), ein Vorläufer der Stasi, am Bahngelände für solche Aufgaben zuständig. Vom DVdI ging 1947 die Gründung einer „Eisenbahnschutz- und Eisenbahnkriminalpolizei“ aus. Sie sollte den Diebstahl und die Zerstörung von Reparationsgütern für die Sowjetunion verhindern und für „Ruhe und Ordnung im Bahnbereich“ sorgen.

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