Auszeichnungen für Trapo-Angehörige /| Quelle: Bundesarchiv Bild 183-85607-0002 Krisch, Werner, CC-BY-SA-3.0, via Wikimedia Commons

Blickpunkt Bahnhof

Wer allzu auffällig ein Popmusikfan war, geriet in den Fokus der "Organe". | Quelle:BStU
Wer allzu auffällig ein Popmusikfan war, geriet in den Fokus der „Organe“. / Quelle:BStU

Kontakte

Nicht nur das Ministerium der Staatsicherheit schaute „dem Volk aufs Maul“, sondern auch die freiwilligen Helfer der Transportpolizei. So waren die FH Trapo am Ostbahnhof im 1. Quartal des Jahres 1971 sehr aufmerksam. Laut Bericht nahmen 16 Ausländer Verbindung zu „17 weiblichen und einem männlichen DDR-Bürger auf“ und nächtigten sogar in der DDR-Hauptstadt. Damit nicht genug, fanden 15 Türken und 7 Jugoslawen „in einer Kneipe Kontakt zu weiblichen und einem männlichen DDR Bürger“. Alle diese Westberliner Bürger blieben mit den kontaktierten DDR-Bürgern „über längere Zeit verbunden.“ Diese „Gastarbeiter“ kamen zum Handel mit Waren wie Gold, Kleidung oder Westgeld in die Hauptstadt, dabei gingen etliche ungültige Westdevisen in Umlauf. Im dritten Quartal 1971, so meldete ein Report, wurden 178 Ausländer und 166 DDRFrauen, zu denen Kontakt aufgenommen worden war, „zugeführt und überprüft“. Das Ergebnis: „28 operative Informationen“ und über „150 Informationen über Kontaktaufnahmen“. Die Trapo wurde am 30. September 1990 aufgelöst.

Was sagst Du dazu?

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.