Christine und Gerhard Cyrus, Foto: Giovanni Lo Curto

„Wir suchten auch ein bisschen die Herausforderung.“

Christine und Gerhard Cyrus, Katechetin und Pfarrer der Galiläa-Gemeinde im Ruhestand, Foto: Giovanni Lo Curto
/ Foto: Giovanni Lo Curto /

Im Ruhestand die Sprachbegabung entdecken

„Neben allem ist uns in unserem Ruhestand noch etwas besonders Schönes zugewachsen“, erklärt Christine. „Unsere Tochter lebt in Norwegen, und als Gerhard einmal über längere Zeit dort blieb, begann er norwegisch zu lernen und auch Bücher auf Norwegisch zu lesen.“ Auf diese Weise haben sich die Cyrus’ ein neues Land regelrecht erschlossen, mit seiner Kultur, besonders der Malerei. „Da spielt sich auch auf dem Lande sehr viel ab“. Als Gerhard erzählt, dass er auch noch türkisch lernt, um sich mit den Händlern zu unterhalten, unterbreche ich ihn: „Bist du so sprachbegabt?“ – „Ja, offenbar“, erwidert er und fügt an: „Ich hätte vielleicht noch mehr daraus machen sollen.“ Dann führt er seinen Gedanken fort: „Es wäre wichtig, wenn es mit Europa weiter ginge, einer Perspektive ohne Grenzen und gegenseitige Anfeindungen.“ Für diejenigen, die schon in den 1980er Jahren aktiv waren und die Formel vom „Haus Europa“ mit Leben füllen wollen, ist das keine Frage.
„Wir haben aber nicht über alles gesprochen, oder?“ stellt Christine fest, als ich mich auf den Weg mache. „Wir können noch ganz viel reden, ohne ein Ende zu finden“, erwidere ich und meine damit, dass wir uns immer etwas zu sagen haben werden.

Ein Gedanke zu „„Wir suchten auch ein bisschen die Herausforderung.““

  1. Das ist ja ein großartiger Artikel! Von 1986 bis 1989 war ich in der Galiläa-Gemeinde zu Hause – und habe das Ehepaar Cyrus genau so in Erinnerung wie sie in diesem Text erscheinen. Was für eine Freude, sie hier im Internet zufällig wiedergetroffen zu haben!

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