Bäckermeister Joerg Schubbert, Feinbäckerei Schubbert, Palisadenstraße, Friedrichshain. Foto. Dirk Moldt

Der Bäckermeister Jörg Schubbert

Mustergültig saniert: Die Palisadenstraße 1986. Im Hintergrund der Laden von Bäcker Heider. / Foto: Bundesarchiv Berlin, Bernd Settnik /
Mustergültig saniert: Die Palisadenstraße 1986. Im Hintergrund der Laden von Bäcker Heider. / Foto: Bundesarchiv Berlin, Bernd Settnik /

Ein schwieriger Start

Während seines Meisterkurses erfuhr er, dass Bäcker Heider in der Palisadenstraße sein Geschäft, das er Jahrzehnte lang geführt hatte, abgeben wollte. Schubbert begab sich zu ihm und man wurde schnell handelseinig. Im Mai 1995 ging es los. „Ein Sprung ins kalte Wasser“, sagt er. „Was man erlernt, ist das eine. Das andere ist die Praxis. Man macht auch Fehler.“
Damit spielt er auf eine Entscheidung im ersten Jahr an, als es gut zu gehen schien. Mit seiner Frau Julia, die im Laden als Fachverkäuferin arbeitet, erwarb er eine zweite Filiale, ohne einen Rückhalt aufgebaut zu haben. Als der Backofen kaputt ging, das Herzstück der Bäckerei, musste er diesen Laden wieder abgeben und einen Kredit aufnehmen. Um aus der Bredouille wieder heraus zu kommen, verlegte er sich aufs Liefergeschäft. Auf seiner Liste der zu beliefernden Adressen standen unter anderem die britische Botschaft, das Haus der Wirtschaft, drei Hotels, sechs Altersheime. Die Tour ging bis Adlershof von fünf bis acht Uhr morgens, sieben Tage in der Woche.
Erst 2003 war die Sache ausgestanden. Da war er auch an einem Punkt angekommen, an dem er merkte, dass es so nicht mehr weiter ging: „Die wollten immer billigere Ware aber ich habe keine Brötchenmaschine, die man bei Bedarf schneller stellen kann.“ Außerdem kostete der Lieferdienst zu viel Zeit, was ihn daran hinderte, voranzukommen.

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