Florian Günther ist nicht nur der Dichter und Fotograf, sondern vor allem ein Beobachter. Foto: Giovanni Lo Curto

Wahrhaftigkeit ist wichtig

Florian Günther ist nicht nur der Dichter und Fotograf, sondern vor allem ein Beobachter. Foto: Giovanni Lo Curto

Literatur, die das Leben widerspiegelt

Wie bekommt man so ein Blatt hin? Es soll jedenfalls keine Literaturzeitung sein, die nur einen kleinen Kreis von Insidern bedient, so der Herausgeber. Und so finden hier neben bekannten Autoren wie Franz Dobler, Harry Rowohlt, Katja Kullmann, Wolfgang Welt und Eduard Kotschergin auch weniger bekannte Autoren eine Plattform; Autoren, die eine Geschichte glaubwürdig und „lesbar“ zu erzählen wissen. „Es müssen auch nicht immer brillant geschriebene Texte sein“, erklärt er. „Nicht jeder, der etwas zu sagen hat, kann schreiben – und umgekehrt.“
Meine Beobachtung, dass heutzutage viel geschrieben und vorgelesen wird, bestätigt auch er: „Am meisten stört mich die Harmlosigkeit, mit der vor allem junge, oft auch durchaus talentierte Autoren vorgehen. Die haben keine Wut, keinen Punch, keinen Biss, keinen Widerspruchsgeist oder wenigstens das Bedürfnis, mal über den eigenen Tellerrand hinauszublicken. Die hocken da in ihren frisch rekonstruierten und von Mama und Papa finanzierten Buden rum und beschreiben die unendliche Banalität ihrer Festivitäten. Aber dass der Elektrofritze im Parterre seinen Laden dichtmachen muss, weil er die Miete nicht mehr zahlen kann, interessiert sie kein bisschen.“

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