Edeltraut Pohl vor der Samariterkirche. Foto: Giovanni Lo Curto

Asylverfahren, das heißt immer noch zwischen Baum und Borke zu stehen.

Die Samariterkirche

Nachkriegskindheit

Frau Pohl wuchs in der Rigaer Straße auf. Ihre ersten Jahre verbrachte sie genau dort, wo heute die Kulturkneipe FILMRISZ logiert und sich auch der Sitz des Zeitzeiger-Vereins befindet, in der Rigaer Straße 103. Bombentrichter in den Straßen und Kriegsruinen gehören zu ihren frühen Kindheitserinnerungen. Dazu kam die Angst vor sowjetischen Soldaten, die ihre Mutter vergewaltigt hatten.
Weil sie gern zeichnete, lernte sie den Beruf der Technischen Zeichnerin und qualifizierte sich in einem Fernstudium weiter. Als ihre Kinder klein waren, blieb sie daheim und verdiente sich etwas mit Schreibarbeiten hinzu. Diese vermittelte ihr ihr Mann, der in der Akademie der Wissenschaften arbeitete. Aber irgendwann wollte sie wieder unter Leute. Auf das Angebot, in der Schule in der Jessnerstraße als Sekretärin anzufangen, wollte sie zuerst nicht eingehen. Schließlich willigte sie aber doch ein.

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