Edeltraut Pohl vor der Samariterkirche. Foto: Giovanni Lo Curto

Asylverfahren, das heißt immer noch zwischen Baum und Borke zu stehen.

Edeltraut Pohl vor der Samariterkirche. Foto: Giovanni Lo Curto

Keine Überraschung

„Es ist zu erwarten gewesen“, sagt Frau Pohl, als ich mich nach ihrer Ansicht zur aktuellen Flüchtlingsproblematik erkundige. „Abgesehen von den Kriegsereignissen, notwendig wäre, die Ursachen der Flucht abzustellen, die Strukturen grundsätzlich zu ändern.“ In Afrika kaufen internationale Unternehmen Land, das von den Einwohnern bearbeitet wurde und nun für den Anbau von Blumen oder andere Plantagen genutzt wird. Industriell hergestelltes Geflügel aus den reichen Staaten zerstört die Märkte vor Ort. Es gibt neue Betriebe, in denen kein Afrikaner arbeitet, weil die Unternehmen ihre eigenen Leute mitbringen. Die Regierungen sind korrupt. „Aber die Menschen sehen im Fernsehen und im Internet, dass es uns gut geht und dass wir im Frieden leben. Also machen sie sich auf den Weg zu uns.“

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